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Helmut Grube


Helmut Grube wurde am 21. November 1913 in Hameln geboren.

Dort legte er am Reformrealgymnasium auch das Abitur ab und studierte in Göttingen Rechts- und Staatswissenschaft, ehe er zum Arbeitsdienst eingezogen wurde. Später besuchte er die Feldmeisterschule und Verwaltungsschule und war anderthalb Jahre in der Reichsarbeitsbehörde tätig. Auch stand er als Soldat im Felde an verschiedenen Fronten. Nach dem Kriege kam Helmut Grube in seine neue Heimat, in den heutigen Stadtteil Warstade. Hier betätigte er sich An der Heide als praktischer Landwirt. Sogleich gewann er das Vertrauen der einheimischen Bevölkerung und der Verwaltung.

Für 20 Jahre bekleidete er bis 1968 das Amt des Bürgermeisters in der damals selbständigen Gemeinde Warstade. Er gehörte erst der DP an. Nach deren Auflösung wechselte er zur CDU. Nach der Neubildung der Großgemeinde Hemmoor in 1968 wurde er der Interimsbürgermeister. Bürgermeister war von 1976 bis zu seinem Tode.

1972 wurde die Samtgemeinde Hemmoor gebildet, ebenfalls wurde er hier der Interimssamtgemeindebürgermeister. Samtgemeindebürgermeister war er dann von 1976 bis zu seinem Ableben. Im Kreistag des ehemaligen Kreises Land Hadeln saß Helmut Grube bis zur Auflösung dieser Gebietskörperschaft im Jahre 1977 genau 25 Jahre. Lange Jahre führte er die Fraktion als Vorsitzender, ehe er 1968 bis zur Kreisreform der Landrat war. Auch im neuen Kreistag des Landkreises Cuxhaven hatte er Sitz und Stimme und wurde deren Interimslandrat.

Den Niedersächsischen Landtag vertrat Helmut Grube 19 Jahre lang, von 1959 bis 1978, mit politischem Geschick und Durchsetzungsvermögen. Sein stetes Eintreten für die Festigung der Stellung der Gemeinden und Städte bewog ihn auch, im Niedersächsischen Gemeindetag den Vorsitz zu übernehmen, außerdem war er Vizepräsident des Deutschen Gemeindetages. Durch seine persönlichen Beziehungen zu verantwortlichen Stellen, zu den Ministern in Hannover konnte seine Idee, als Vision geboren,
„Hemmoor soll Stadt werden“ bereits 1982 erreicht werden.

Darüber hinaus wirkte er in dem Aufsichtrat der Wohnstättengenossenschaft für den Kreis Cuxhaven mit Sitz in Hemmoor seit der Gründung im Jahre 1949, deren Vorsitzender war er von 1954 an bis zu seinem Ableben, beim Überlandwerks Nord – Hannover gehörte er jahrzehntelang dem Aufsichtsrat an und stand bis zuletzt seit der Gründung im Jahre 1956 an der Spitze des Wasserbeschaffungsverbandes Wingst.

Auch das Schulwesen war für ihn eine Herzensangelegenheit. Er war 1948 Mitbegründer der privaten Höheren Schule Warstade, aus der später das öffentliche Gymnasium Warstade hervorging.
Helmut Grube bemühte sich erfolgreich um die Völkerverständigung. Er war als Bürgermeister von Warstade Mitbegründer der Ringpartnerschaft mit Swaffham (England) und Couhé (Frankreich). Diese Partnerschaft wurde von der Großgemeinde Hemmoor übernommen und wird heute noch gepflegt.

Neben der Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen und Verbänden war Helmut Grube in mehreren aktiv tätig. So war er im Schützenverein Warstade e.V. bis 1978, 24 Jahre lang, der 1. Vorsitzende, im Sportverein TSV „Eiche“ Warstade von 1951 bis 1977 bekleidete er ebenfalls das Amt des 1. Vorsitzenden. Auch im Verschwisterungsklub war er jahrelang der 1. Vorsitzende, wie beim Verband der Flurbereinigung Warstade.

Die vielfältigen Verdienste von Helmut Grube sind mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt worden.

So erhielt er:

Das Große Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens und das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Weiter wurde nach ihm eine Straße, die Bürgermeister-Grube-Straße, benannt. Diese führt vom Gymnasium zur Zentrumstrasse.

Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt:

Vom Schützenverein Warstade e.V., vom Sportverein TSV „Eiche“ Warstade, vom Verschwisterungsklub Hemmoor, vom Verein der Freunde des Gymnasiums Warstade e.V.

Für alle viel zu früh, ist Helmut Grube am 8. Januar im 67. Lebensjahr verstorben.

6. Juni 1968  Festakt zur Verschwisterung
6. Juni 1968
 Festakt zur Verschwisterung

6. Juni 1968  Straßennamensgebung
6. Juni 1968
 Straßennamensgebung